Kahn, Robert
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R.Kahns Orchestersuite „Aus der Jugendzeit“ ohne Opuszahl ist erste und praktisch auch einzige bekannte reine Orchesterkomposition, die gleichwohl immerhin noch von dem bekannten Dirigenten Hans von Bülow und den Berliner Philharmonikern 1890 mit großem Erfolg in Berlin uraufgeführt wurde.

 

Obwohl Kahn sich in der Folge dann auch eine kurzen Zeit in Leipzig an der Kapellmeisterlaufbahn versuchte, nahm er bald vom Orchester und also auch von der Orchesterkomposition Abstand. Dass dieses Stück überhaupt „erhalten“ ist, verdanken wir Robert Kahns kammermusikalischen Tätigkeit mit Musikern der königlichen Kapelle, für die er immer wieder Werke in großen Besetzungen brauchte und mit denen er die genannte Orchestersuite 1911 noch einmal arrangiert für fünf Bläser und fünf Streicher aufführte.

 

Die hier zu hörende Fassung hat nun den im Manuskript erhaltenen Notentext der Fassung für 10 Instrumentalisten schlicht als Partitur mit 10 Instrumentengruppen vertont. Also werden den erhaltenen 10 Stimme jeweils die für ein Orchester entsprechenden Ensembles von 1. Und 2. Geigen, Bratschen, Celli, Bässe und Bläser zugeordnet. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass Kahn im Original vielleicht noch andere Blechbläser eingesetzt haben mag. Gleichwohl kann man sich auch so die orchestrale Wirkung dieses Jugendwerkes immer noch gut vorstellen, ohne dass irgend eine Änderung am erhaltenen Notentext erforderlich gewesen wäre.

 

Diese August 2018 erstellte erste Gesamtaufnahme der Rekonstruktion von R.Kahns "Serenade aus der Jugendzeit" ersetzt die hier seit 2010 hörbare Aufnahme allein des dritten Satzes, die ich bereits als Klangbeispiel für das LexM produziert hatte:



(Näheres zu Robert Kahn erfährt man hier.)

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